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East Europe Tour 2003
Teil 2 |
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Weiter ging es für Latus und mich von Ljubljana über die Autobahn bis in die Skigebiete um Maribor.
Hier galt es jede Menge Schotterwege unter die Stollen zu nehmen. Ich muß sagen, dass wir es genossen haben. Die Navigation wurde hier zwar noch etwas schwieriger, aber auch das machte die Geschichte nur noch interessanter. Trotzdem freut es mich, wenn es auch für die ehemaligen Paktstaaten endlich digitales Kartenmaterial gibt. Die geniale Landschaft und akzeptable Preise werden schon für die nötige Nachfrage sorgen. |
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| Nachdem die Euphorie der Schotterpisten nachgelassen hatte, ging es weiter nach Jeruzzalem um die erlesenen Weine dieser Region kennen zu lernen.
Kreuzritter blieben hier zu Ihrer Zeit "hängen" und beschlossen, den Ort nach Ihrem eigentlichem Ziel zu benennen. Dass sie sich dem Weinanbau widmeten, ist unser Schaden nicht gewesen, und die den Höhenlinien folgenden Weinreben verwandeln die Landschaft in einen schönen Irrgarten, der vom ständigen Klackern der Windräder untermalt wird. Warum sollten wir also dem Urteil Napoleons trotzen, der dem Wein dieser Region auch schon nicht widerstehen konnte. |
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Die älteste Stadt Sloweniens sollte unser Ziel für diesen Tag sein. Der Zeltplatz (N46 25.368 E15 51.256) ist angeschlossen an die Therme von Ptuj (Pettau), und auch das ist eine Klasse Sache, denn der Eintritt zur Therme ist für Kunden des Zeltplatzes via div. Gutscheine frei. Das haben wir auch reichlich genutzt.
Trotzdem übermannte uns dann doch der Trennungsschmerz von der restlichen Truppe, wir hissten die Fahne auf Halbmast und gaben uns der Trauer hin....kurz :-) |
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| Ptuj zu besuchen, ohne die Stadt und das Nachtleben zu "studieren", wäre ein Frevel gewesen. Also war mal wieder ein Basislager angesagt. Ab ging es auf die Burg (Ptujski grad), welche im 12 Jahrhundert erbaut uns locker trotzen konnte. Wir hingegen erlagen völlig dieser schönen Stadt. Die Aussicht von der Burg auf die Dächer mit der dahinter liegenden Drava war sehr schön, und ich erinnere mich gerne daran.
"Do the Egypt" war also unser nächster Gedanke, und so war es dann auch... Den Tag haben wir dann in der örtlichen Kneipenszene ausklingen lassen, und das Guiness im Pub von Ptuj hat sein übriges geleistet. Kein Wunder, nachdem wir die letzten Wochen ausschließlich Wein verkostet hatten. Der Reiseführer hat keineswegs gelogen. Ne romantische Stadt, die förmlich danach schreit, das andere Geschlecht beim nächsten Besuch mit einzubeziehen. Die Stadt wäre also schon mal gefunden. |
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| Nach zwei Tagen ging es weiter Richtung Ungarn.
Zum Glück gab es auch hier genug Schotter für unsere Bike‘s. Ob die Staubwolke wohl immer noch unseren Weg markiert? Wozu gibt es eigentlich Asphalt ? Ich Sech nur Geiiiiil :-) Die Verbindungsetappe bis zum Balaton war einfach ein Leckerbissen. Die Stände mit frischem Paprika und Knobi am Strassenrand, die Farben der Früchte und das weiterhin gute Wetter machten Laune auf ein weiteres Land voller neuer Eindrücke. |
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| Zum Glück fanden wir am Balaton nicht den Ossi-Ballermann, wie später im Fernsehen beschrieben.
Die Saison war eben schon vorbei. Nur die geschlossenen Stände mit deutschen Zeitungen, Grillhähnchen, dem Frisurenladen und dem Nachbau des Himalaja aus Heineken, Amstel und Veltiskästen ließ ahnen, was hier im Sommer abgeht... |
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| Am nächsten Tag ging es dann (wir hatten Balatonfüred zum Basislager erklärt) nach Budapest.
Erst einmal nach Királyi Vàr der Königlichen Burg gefahren bot sich ein grandioser Ausblick über die Stadt und machte Lust auf mehr. Meine Mutter hatte den Tip via SMS gesendet das Gellertbad zu besuchen. Wahnsinn dieses prunkvolle Bad war den Besuch wirklich wert. |
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| Kein Wunder, dass wir nicht nur den gesamten Nachmittag in Budapest verbrachten. Der nächtliche Ausblick auf die Stadt ist einfach genial.
Dumm nur, dass wir ausschließlich mit Crosshemd und Protektoren unterwegs waren! Regen blieb uns zwar erspart, aber sobald die Sonne sich verkrochen hatte, wurde es ungemütlich kalt. Die Autobahn wurde also für den Rückweg zwingend notwendig, um einer Lungenentzündung zu entgehen. Die obligatorische Vignette musste also her. |
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| Am nächsten Morgen gab es dann eine kleine Überraschung...viel feinster Regen. "So was gibt‘s noch ?" fragten wir uns ... War das der Vorbote auf die bevorstehende Fahrt in heimisches Gefilde? Bei uns werden die Kinder schließlich mit Schwimmhäuten geboren, sagt man. Aber so nahe waren wir Wuppertal ja nun wirklich nicht gekommen, und nachdem wir diesen Gedanken zu Ende gedacht hatten, war der Regen auch schon vorbei. Das Zelt wurde halbwegs trocken verpackt, und auf ging es Richtung Slowakei. War es wirklich der schlimmste Navigationsfehler meiner Kariere auf dem Bike, den uns der Beamte der Polizei mit grimmigem Gesichtsausdruck am Zoll da offenbarte? "Hier ist nicht die Grenze zur Slowakei! Hier ist die Grenze zu Rumänien". Panik ist zuviel gesagt, aber es war schon ein ziemlich dummes Gefühl, sich dermaßen verkalkuliert zu haben. Ich wollte gerade an meinen Fähigkeiten (und Garmin) zweifeln, als sich ein breites Grinsen auf das Gesicht des Uniformierten legte. "Ich habe Sie nur veralbert", entfuhr es ihm, und wenige Sekunden später konnten auch wir wieder lachen. Kurz darauf erklärte er uns, welche Straßen auf dem Weg nach Bratislava einfach die besten für´s Bike wären. Der sich hinter uns entwickelnde Stau war dabei aber auch nur so lange Nebensache, bis jemand auf die Idee kam, den plauschenden Beamten zu ignorieren und an uns vorbei ins Land zu starten. Damit provozierte er allerdings die ganze Härte, die sich unser überraschend freundlicher Beamte in den letzten 30 Dienstjahren angeeignet hatte. Wir wurden mit besten Wünschen für die weitere Fahrt und guten Tips verabschiedet, der andere jedoch erst einmal gründlich zurecht gewiesen und abgecheckt..oder gleich in Ketten gelegt? |
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| In Bratislava besichtigten wir Hradcany, die Burg, welche sehr gut erhalten ist. Wir fragten auch hier die Ordnungsmacht nach der Erlaubnis, die Bike‘s direkt am Eingang abstellen zu dürfen, damit wenigstens einer von uns Fotos machen konnte. Denn alles Gepäck weit ab alleine zu Parken ist nun nicht des Bikers Freud. | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Auch hier erwies sich der Beamte als sehr freundlich. Nachdem wir die Sorge um unser Gepäck erklärt hatten, durften wir beide für eine 1/2 Stunde die Burg besuchen, ohne uns Gedanken um die Bike‘s und das Gepäck machen zu müssen. Die standen nämlich sicher in Blick und unmittelbarer Nähe der Beamten. Vielen Dank noch einmal von hier aus! | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Weiter ging es an diesem Tag noch bis Herzogenburg in Österreich. Wir besuchten Ralph Höbinger und seine Familie. Hier durften wir auch übernachten und haben die liebenswerte Zeit in vollen Zügen genossen. Gerne werden wir wieder kommen. |
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| Am nächsten Tag ging es gestärkt durch echte Hö-Brom-Marmelade weiter nach Tschechien.
Kaum 500m nach der Grenze ab auf die Piste und etliche Kilometer hier geblieben, schlugen wir uns weiter nach Prag durch. Auf dem Weg lernten wir noch zwei Amerikaner kennen, die mit Ihren BMW´s auf Europareise waren, und tauschten News aus. |
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| Prag war zwar eindeutig die teuerste Stadt unserer Tour, aber unbedingt einen Besuch wert.
Die Kulisse und das Nachtleben in den Straßenkaffees der Altstadt waren genau das Richtige für die letzten Tage unserer Reise. Am nächsten Tag sollte es schließlich wieder gen Deutschland gehen. |
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Auch in Prag gibt es eine sehr sehenswerte Burg. Und auch hier mindestens einen netten Beamten mit Verständnis für die Sorge der Biker um Ihr Gepäck.
Wieder einmal eine gute Erfahrung mit der Ordnungsmacht. Die Bikes waren gut bewacht und die Burg absolut sehenswert. Wiedermal fuhren wir aber später mit schlechtem Gewissen weiter denn wir spendeten viel zu wenig Zeit hier. |
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| Der Sockel war da und die Versuchung einfach zu Groß die Statue für den "fast" unbekannten Europetrotter in die Burg zu Pflanzen :-)
Nur warum hat mich Latus 10 Minuten für das Foto Stillstehen lassen ? Naja Ihn hat´s mächtig amüsiert... |
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| Natürlich haben wir uns das Grenzgebiet noch einmal ausgiebig schmecken lassen.
Ein leckeres und vor allem günstiges Mittagessen, ein Bummel über einen Markt und die Verbindungsetappe über diese Waldstrecke rundeten die czechralley ab. Übrigens: Nein, Latus tritt nicht auf seine KTM ein :-) wenn man auch so etwas gerne mal sehen würde... |
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| Nach einer letzten Übernachtung in einer sehr schönen Jugendherberge in Plötten und dem Überwinden der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Eisenach mußten wir nun allerdings noch einige Kilometer Autobahn schlucken.
Umso besser, dass wir im Kaffee Hubraum vom Rest des Teams schon sehnlichst erwartet wurden (ausnahmsweise ohne Regen). Hier ließen wir die Tour dann auch gemütlich bei Geschichten über die vergangenen 5000 km ausklingen. |
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| Mehr Bilder ? Dann schau doch mal ins Album... | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Ideen für die nächste Tour entwickeln sich bereits...Rumänien ?
Es wird bestimmt wieder eine nette Tour... Ich hoffe, Ihr hattet Spaß beim Lesen, und ich konnte Euch anstecken... Euer |
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